Manfred Luz –
Maler aus Leidenschaft

Als heute über 80-jähriger blickt Manfred Luz auf 60 Jahre Malerei zurück, die ihn zu keiner Zeit losgelassen hat – selbst dann nicht, wenn wirtschaftliche Gründe ihn zwangen, die lebensnotwendigen Einkünfte für sich und die Familie anderweitig zu sichern.

Seit jeher gilt seine Passion dem Menschen und dessen Einbindung in die Natur. In den frühen Studienjahren geprägt von der Malerei Cézannes durchläuft Manfred Luz im Laufe seines langen Schaffens mehrere Phasen, die über Kubismus und Expressionismus zu einer in der Tiefe sakralen und schließlich befreiten, kraftvollen Malweise führen, deren Farbigkeit gerade in den altersweisen Jahren das Hohelied auf die Schönheit und Geheimnisse des Lebens anstimmt.

Mit seinem in Eigenregie im Jahr 2010 errichteten Kunstmuseum, nach Kräften unterstützt von seiner Ehefrau Christina Schmidt-Rüdt, erfüllt sich der Künstler den lang gehegten Traum, seinen Bildern eine bleibende Heimat zu schenken. Heimat, genau dort, wo er Zeit seines Lebens wirkte, gleich neben dem Atelier, dem selbst gegründeten Restaurant "Im Gärtle", dem Wohnsitz – umgeben von liebgewonnener Natur, alten Baumbeständen und den Hängen des Schönbuchs. Wo Manfred Luz verwurzelt ist, sind es nun auch seine Bilder: präsentiert in einem wirkungsvollen Rahmen und für jedermann zu entdecken, der sich für das Lebenswerk eines unermüdlich Schaffenden interessiert, der sich selbst stets treu geblieben ist.

Photo Manfred Luz
Manfred Luz – Lebensdaten
in Entringen bei Tübingen geboren
Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Freiburg bei den Professoren Rudolf Dischinger (Zeichnen), Heinrich Wittmer (künstlerische Techniken), Adolf Strübe (Malklasse), Emil Bizer (Landschaftsklasse)
Ausbildung als Lithograph
Studienaufenthalt in Italien
Heirat mit Anita Braun
Haus- und Atelierbau in Entringen
Geburt des Sohnes Hans-Joachim
Geburt der Tochter Christiane
Ausführung verschiedener öffentlicher Bauaufträge für Gemeinden und Kirchen
Gibt seinen Beruf als Lithograph auf
Eingeschränkte künstlerische Tätigkeit durch den Aufbau des "Gärtle"
Wiederaufnahme seines künstlerischen Schaffens und intensive malerische Arbeit
Malreisen auf die Höri/Bodensee
Regelmäßige Malreisen in die Bretagne und nach Italien
Serie der "Tschernobyl-Bilder"
Werkgruppe "Hommage à Jerg Ratgeb"
Tod von Anita Luz
Heirat mit Christina Schmidt-Rüdt
Bau des "Kunstmuseums Manfred Luz"